Schutz vor Rost

Stelle dich dem Feind: Gib Rost keine Chance!

Rost – Ein leidiges Thema! Im besten Fall siehst du die braune Pest direkt, im schlimmsten Fall entdeckt der Prüfer bei der Hauptuntersuchung die „knusprigen“ Stellen völlig überraschend. Spätestens dann, wenn tragende, sicherheitsrelevante Teile betroffen sind, kann die TÜV-Plakette gefährdet sein.

Hilfe, das neue Auto rostet schon!

Rost ist nur ein Problem von alten Autos? Von wegen! Auch immer mehr Neuwagen fallen bereits bei der zweiten Hauptuntersuchung negativ durch Korrosion auf. Da wird von Herstellerseite aus bereits beim Bau der Fahrzeuge gespart. Das Nachsehen haben dann die Autobesitzer, die plötzlich nach vier, fünf Jahren ihren Augen nicht trauen.

Ob und welche Automodelle besonders oft betroffen sind, lässt sich einfach recherchieren. Die bekannten Schwachstellen solltest du besonders gut im Auge behalten, damit du den Rost so früh wie möglich erkennst und dagegen vorgehen kannst.

Vorbeugende Maßnahmen helfen, das Rosten hinaus zu zögern

Völlig vermeiden lässt sich Rost nicht. Selbst eine vollverzinkte Karosserie ist kein Garant dafür, dass es nicht doch irgendwo zu rosten beginnt. Ist die Verzinkung beispielsweise durch einen Steinschlag oder einen Unfallschaden beschädigt und das darunter liegende Blech kommt mit der Luft in Kontakt, wird es dort in absehbarer Zeit zur Korrosion kommen. Daher solltest du die Motorhaube, die besonders anfällig für Steinschläge ist, immer wieder kontrollieren und selbst kleine Beschädigungen am besten direkt ausbessern. Hierfür gibt es zum Beispiel Steinschlag-Reparatursets. Blechschäden und Kratzer sollten ebenfalls genau beobachtet werden. Sinnvoll ist auch, das Fahrzeug alle zwei bis drei Wochen zu waschen und danach mit Wachs zu versiegeln.

Sehr anfällig für Rost ist natürlich der Unterboden. Dort sammelt sich die Feuchtigkeit der Straße, das Streusalz im Winter und allerlei Schmutz, der die Feuchtigkeit schön an Ort und Stelle hält. Ein regelmäßiger, prüfender Blick unter das Auto ist sehr empfehlenswert. Du kannst den Unterboden auch versiegeln lassen.

Genauso solltest du in regelmäßigen Abständen eine Unterbodenwäsche durchführen. Kontrolliere darüber hinaus immer wieder die Ablaufkanäle und -rinnen für das Regenwasser, ob diese durch Blätter o. Ä. verstopft sind. Nicht entfernter Vogelkot begünstigt ebenfalls Rost, da dieser den Lack auf Dauer zerstört.

Roststellen müssen behandelt werden, sonst werden sie immer größer.

So lässt sich Rost effektiv behandeln

Ist der Rost schon da, solltest du so schnell wie möglich aktiv werden. Du kannst beispielsweise die rostenden Stellen gut säubern und dann mit einem Multifunktionsöl behandeln. Das stoppt den Rost zumindest vorübergehend. Diese Behandlung musst du aber regelmäßig wiederholen.

Möchtest du gründlich vorgehen, schleife die Roststellen bis auf das blanke Metall ab. Trage danach einen Rostumwandler auf, um auch die letzten, verbliebenen Rostbläschen zu erwischen. Im Anschluss kannst du diese Stelle grundieren und lackieren.

Checkliste: So beugst du Rost vor und erkennst ihn rechtzeitig

  • Unterboden incl. Fahrwerk, Gelenke etc. kontrollieren
  • Radkästen, Schweller, Motorhaube, Schiebedach beobachten
  • Ablaufrinnen für Regenwasser reinigen
  • Kratzer, Parkrempler, Beulen im Auge behalten
  • Vogelkot zügig entfernen
  • Regelmäßig Auto waschen (incl. Unterbodenwäsche) und wachsen
  • Unterboden und Hohlräume versiegeln (lassen)
  • Tiefe Kratzer und Steinschläge direkt behandeln

Quellen:
https://www.auto-motor-und-sport.de/ratgeber/rostvorsorge-so-schuetzen-sie-ihr-auto-im-winter/
https://www.autobild.de/artikel/rostschutz-auto-459841.html
https://wd40.de/auto/rost-am-auto-stoppen/

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